trockenheitsverträglich
Rasensaatgut für trockene und sonnenexponierte Standorte
Trockenheitsverträgliches Rasensaatgut unterstützt die Anlage und Regeneration professioneller Grünflächen, die zeitweise hohen Temperaturen, intensiver Sonneneinstrahlung oder einem begrenzten Wasserangebot ausgesetzt sind.
In unserem Sortiment finden Sie unterschiedliche Saatgutmischungen für:
- Gebrauchsflächen
- Landschaftsrasen
- Regenerationsmaßnahmen
- stärker beanspruchte Funktionsflächen
- besondere und exponierte Standorte
Für die Auswahl einer geeigneten Rasenmischung kommt es jedoch nicht allein auf die Trockenheitsverträglichkeit an. Auch Bodenart, Sonneneinstrahlung, Nutzungsintensität, Wasserverfügbarkeit und das geplante Pflegekonzept müssen zur Mischung passen.
Eine extensiv gepflegte kommunale Grünfläche stellt beispielsweise andere Anforderungen als ein regelmäßig genutzter Gebrauchsrasen, eine Regenerationsfläche oder ein stark belasteter Funktionsrasen.
Wir empfehlen deshalb, den vorgesehenen Einsatzbereich und die produktspezifischen Angaben jeder Mischung sorgfältig zu prüfen.
Wichtig: Trockenheitsverträglich bedeutet nicht vollständig trockenheitsresistent oder bewässerungsfrei. Besonders während der Keimung und Etablierung benötigt auch Rasensaatgut für Trockenlagen eine ausreichende und gleichmäßige Wasserversorgung.
Was trockenheitsverträgliches Rasensaatgut auszeichnet
Trockenheitsverträgliche Rasenmischungen enthalten Gräserarten und Sorten, die auf den jeweiligen Standort und die vorgesehene Nutzung abgestimmt sind.
Tief wurzelnde Rasengräser können Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen. Voraussetzung dafür sind jedoch:
- ein ausreichend durchwurzelbarer Boden
- eine geeignete Bodenstruktur
- ein fachgerecht vorbereitetes Saatbett
- eine auf den Standort abgestimmte Pflege
Die Trockenheitsverträglichkeit einer Rasenfläche entsteht somit nicht allein durch die Saatgutmischung. Sie ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Arten- und Sortenwahl, Bodenverhältnissen, Wasserangebot und Pflege.
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Rohrschwingel für zeitweise trockene Standorte
Zu den in einzelnen Mischungen enthaltenen Gräserarten kann Festuca arundinacea, der Rohrschwingel, gehören.
Durch sein tiefreichendes Wurzelsystem kann Rohrschwingel für zeitweise trockene und sonnenexponierte Standorte eine wichtige Rolle spielen. Ob eine Mischung mit Rohrschwingel für Ihr Projekt geeignet ist, hängt jedoch zusätzlich von der Flächennutzung, der gewünschten Narbenentwicklung und dem vorgesehenen Pflegeaufwand ab.
Nicht jede Mischung mit Rohrschwingel eignet sich automatisch für jeden Trockenstandort. Entscheidend ist die gesamte Zusammensetzung der Mischung und deren ausgewiesener Einsatzbereich.
Passende Mischungen mit Rohrschwingel:
- 3103 RUSTICA – für stark belastete Flächen wie Pferderennbahnen, Polo- und Bolzplätze
- G 222 Gebrauchsrasen RSM 2.2.2 Trockenlagen – für trockene Gebrauchsflächen und unbelastete Halbschattenlagen
- 5101 Super-Strap-Rasen Robust – für besonders strapazierte und zeitweise trockene Funktionsflächen
- 3201 Regenerationsrasen Top Robust – zur Nachsaat robuster Rasenflächen mit Rohrschwingel
Tetraploide Rasengräser in trockenheitsverträglichen Mischungen
Bei Rasensaatgut werden tetraploide Sorten insbesondere beim Deutschen Weidelgras beziehungsweise Ausdauernden Weidelgras (Lolium perenne) eingesetzt. Im Gegensatz zu diploiden Sorten mit zwei Chromosomensätzen besitzen tetraploide Sorten vier Chromosomensätze.
Tetraploide Rasengräser können je nach Sorte und Mischung zu einer zügigen Bestandsentwicklung, einer guten Regenerationsfähigkeit und einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmten Stresssituationen beitragen. Untersuchungen mit unterschiedlichen Lolium-perenne-Populationen liefern Hinweise darauf, dass einzelne tetraploide Populationen unter Trockenstress mehr Wurzel- und Sprossmasse bilden, Trockenheitssymptome später zeigen und sich nach Beendigung des Trockenstresses besser erholen können.
Die Ploidie allein ist jedoch kein verlässliches Qualitäts- oder Eignungsmerkmal. Weitere Versuche zeigen deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Sorten und unterschiedlichen Trockenheitsszenarien. Je nach Stärke und Dauer des Trockenstresses können diploide oder tetraploide Sorten unterschiedlich reagieren. Die konkrete Sorte, die Zusammensetzung der Mischung und die Standortbedingungen bleiben deshalb entscheidend.
Tetraploide Rasengräser sollten daher nicht isoliert betrachtet werden. Prüfen Sie, ob die jeweilige Mischung hinsichtlich Nutzung, Belastbarkeit, Anfangsentwicklung, Regeneration und Pflegeaufwand zu Ihrem Projekt passt.
Passende Regenerationsmischung:
- 2305 Regeneration trockenheitsverträglich – enthält tetraploides Weidelgras und eignet sich für die Regeneration sowie Neuanlage von Hausgartenflächen
Bitte beachten Sie bei der Auswahl zusätzlich die Nutzung, den vorhandenen Bestand und die Standortbedingungen.
Trockenheitsverträglichkeit und Hitzetoleranz unterscheiden
Trockenheitsverträglichkeit und Hitzetoleranz bezeichnen unterschiedliche Eigenschaften.
Hohe Temperaturen und Wassermangel treten zwar häufig gleichzeitig auf, stellen für den Rasen aber nicht dieselbe Belastung dar. Ein hitzeverträglicher Rasen kann bei längerem Wassermangel sein Wachstum reduzieren oder vorübergehend optische Beeinträchtigungen zeigen.
Bezeichnungen wie „trockenheitsresistente Rasensamen“ oder „wassersparender Rasen“ sollten deshalb nicht als Garantie verstanden werden.
Die tatsächliche Entwicklung hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Standort und Bodenbeschaffenheit
- Niederschlag und Wasserverfügbarkeit
- Temperatur und Sonneneinstrahlung
- Aussaatzeitpunkt
- Nährstoffversorgung
- Nutzung und Pflege
Produktbeispiel für Regenerationsmaßnahmen:
Die Mischung 2305 Regeneration trockenheitsverträglich kombiniert trockenheitsverträgliche Eigenschaften mit einer guten Regenerationsfähigkeit nach belastenden Witterungsphasen.
Saatgutmischungen nach Nutzung und Standort auswählen
Gebrauchsrasen für trockene Standorte
Bei regelmäßig genutzten und gepflegten Flächen sollten Sie neben der Trockenheitsverträglichkeit auch die vorgesehene Belastung berücksichtigen.
Für Grünflächen in Wohn- und Gewerbeanlagen, öffentlichen Bereichen oder anderen Gebrauchsflächen können insbesondere folgende Eigenschaften entscheidend sein:
- Anfangsentwicklung
- Regenerationsvermögen
- Belastbarkeit
- Pflegebedarf
- langfristige Narbenentwicklung
Nicht jede Rasenmischung für trockene Standorte ist automatisch für eine intensive Nutzung geeignet.
Eine Mischung mit geringer oder mittlerer Belastbarkeit kann für repräsentative oder nur gelegentlich genutzte Grünflächen passend sein. Stärker beanspruchte Flächen stellen dagegen höhere Anforderungen an die Arten- und Sortenzusammensetzung sowie an die langfristige Stabilität der Grasnarbe.
Passende Gebrauchsrasenmischungen:
- G 221 Gebrauchsrasen RSM 2.2.1 Trockenlagen – langsam wachsend und für gering bis mittel belastete Flächen
- G 222 Gebrauchsrasen RSM 2.2.2 Trockenlagen – mit Rohrschwingel und auch für unbelastete Halbschattenlagen geeignet
Entscheidend für die Auswahl sind insbesondere Belastungsintensität, Standort, Pflegeaufwand und gewünschte Bestandsentwicklung.
Landschaftsrasen für extensive Trockenlagen
Auf weitläufigen Landschaftsflächen stehen häufig eine reduzierte Pflegeintensität und die Anpassung an den Standort im Vordergrund.
Mögliche Einsatzbereiche sind beispielsweise:
- Böschungen
- Rand- und Begleitflächen
- kommunale Grünflächen
- weitläufige Landschaftsflächen
- Flächen mit wenigen Mähgängen pro Jahr
Bei der Auswahl sollten Sie die Bodenart, die Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit sowie die geplanten Mähintervalle berücksichtigen.
Auch der vorgesehene Kräuteranteil kann für die Entscheidung relevant sein. Mischungen mit Kräutern unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und Entwicklung von klassischen reinen Gräsermischungen. Sie müssen deshalb zum gewünschten Flächenbild, zur Nutzung und zum vorgesehenen Pflegekonzept passen.
Passende Landschaftsrasenmischungen:
- L 721 Landschaftsrasen RSM 7.2.1 Trockenlagen – reine Gräsermischung für extensiv genutzte Trockenlagen
- L 722 Landschaftsrasen RSM 7.2.2 Trockenlagen mit Kräutern – für extensive Trockenlagen, bei denen ein Kräuteranteil gewünscht ist
Beide Mischungen sind für Flächen mit wenigen Mähgängen vorgesehen. Beachten Sie zusätzlich Bodenreaktion, Wasserangebot und gewünschtes Vegetationsbild.
Regeneration und Nachsaat bestehender Rasenflächen
Für die Regeneration lückiger oder geschwächter Bestände führen wir Saatgutmischungen, die für die Nachsaat beziehungsweise für kombinierte Regenerationsmaßnahmen vorgesehen sind.
Vor der Auswahl sollten Sie folgende Punkte analysieren:
- den vorhandenen Bestand
- die Ursache der Schäden
- die Standortbedingungen
- die bisherige und zukünftige Nutzung
- die vorgesehenen Pflegemaßnahmen
Eine Saatgutmischung für die Nachsaat muss zum bestehenden Rasen passen. Entscheidend sind unter anderem Artenzusammensetzung, Belastung, Standort und Pflegeintensität.
Bei verdichteten oder stark geschädigten Flächen reicht die reine Ausbringung von Saatgut häufig nicht aus. Je nach Flächenzustand können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, beispielsweise:
- Vertikutieren
- Belüften
- Striegeln
- Beseitigen von Verdichtungen
- Ausgleichen von Unebenheiten
- Verbessern des Bodenkontakts
Passende Regenerations- und Nachsaatmischungen:
- 2305 Regeneration trockenheitsverträglich – für Regeneration und Neuanlage von Hausgartenflächen
- 3201 Regenerationsrasen Top Robust – insbesondere zur Nachsaat von Flächen, die mit RUSTICA oder Super-Strap-Rasen angelegt wurden
Die Nachsaatmischung sollte in ihrer Artenzusammensetzung zum vorhandenen Rasenbestand passen.
Mischungen für stärker beanspruchte Flächen
Trockenheitsverträglichkeit und Belastbarkeit müssen getrennt bewertet werden.
Für Sportrasen, Campingplätze, Fahrwege, Rennbahnen oder andere belastete Funktionsflächen sollten Sie beide Anforderungen in die Produktauswahl einbeziehen.
Neben dem Wasserangebot spielen dabei insbesondere folgende Faktoren eine Rolle:
- Art und Intensität der Nutzung
- Häufigkeit und Dauer der Belastung
- gewünschte Regenerationsfähigkeit
- verfügbarer Pflegeaufwand
- Schnitthöhe und Mähintervalle
- vorgesehene Beregnung
Eine Mischung, die sich für extensive Trockenlagen eignet, ist nicht automatisch die richtige Wahl für eine intensiv beanspruchte Fläche.
Passende Mischungen für belastete Trockenstandorte:
- 3103 RUSTICA – für Pferderennbahnen, Polo- und Bolzplätze sowie vergleichbar belastete Flächen
- 5101 Super-Strap-Rasen Robust – für Campingplätze, Fahrwege, Pferderennbahnen und andere stark beanspruchte Funktionsflächen
Prüfen Sie bei belasteten Flächen sowohl die Trockenheitsverträglichkeit als auch die erforderliche Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit.
Kräuter-, Klee- und Spezialmischungen
Für extensivere Grünflächen können je nach Projekt auch Mischungen mit Kräutern oder niedrig wachsendem Klee infrage kommen.
Solche Mischungen unterscheiden sich hinsichtlich Vegetationsbild, Nutzung und Pflege von klassischen Rasenmischungen. Vor der Auswahl sollte deshalb geklärt werden, welche optische und funktionale Entwicklung der Fläche gewünscht ist.
Passende Kräuter-, Klee- und Spezialmischungen:
- G 240 Gebrauchs-/Kräuterrasen RSM 2.4 – niedrigwüchsige Gras-Kräuter-Mischung für magere Standorte
- L 722 Landschaftsrasen RSM 7.2.2 Trockenlagen mit Kräutern – für extensive Landschaftsflächen mit Kräuteranteil
- 2303 Gebrauchsrasen Microclover® – mit niedrig wachsendem Rasenweißklee für extensivere Grünflächen
Auch Dachflächen stellen besondere Anforderungen. Bereits während der Planung müssen unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Substrataufbau
- Substratstärke
- Wasserhaltevermögen
- Sonneneinstrahlung und Exposition
- Windbelastung
- Zugänglichkeit
- Pflege- und Bewässerungsmöglichkeiten
Verwenden Sie für solche Flächen ausschließlich Saatgutmischungen, deren Einsatzbereich ausdrücklich für Dachbegrünungen oder vergleichbare Spezialstandorte ausgewiesen ist.
Passende Saatgutmischungen für Dachbegrünungen:
- D 610 Extensive Dachbegrünung RSM 6.1 – Gras-Kräuter-Mischung für Dachflächen mit einer vorgesehenen Substratstärke von 10 bis 15 cm
- 6101 JULIWA-HESA Dachgartenrasen mit Kräutern – trockenheitsverträgliche Begrünungsmischung für geringe Wasserversorgung und geringe Substratstärken
Berücksichtigen Sie bei Dachflächen immer den konkreten Dachaufbau, die Substratstärke, das Wasserhaltevermögen und die möglichen Pflege- und Bewässerungsmaßnahmen.
Auswahlkriterien für GaLaBau, Kommunen und Planungsbüros
Für eine fachgerechte und wirtschaftlich sinnvolle Produktauswahl empfehlen wir, die technischen, standörtlichen und pflegerischen Anforderungen des Projekts gemeinsam zu bewerten.
Boden und Standort
- Bodenart und Bodenzustand
- mögliche Verdichtungen
- pH-Wert und Nährstoffversorgung
- Wasserhaltevermögen
- durchwurzelbarer Bodenraum
- sonnige, halbschattige oder stark exponierte Lage
Wasser und Witterung
- natürliche Niederschlagsmengen
- vorhandene Beregnungsmöglichkeiten
- Häufigkeit trockener Witterungsphasen
- Dauer der zu erwartenden Trockenperioden
- Intensität der Sonneneinstrahlung
Nutzung und Pflege
- geplante Nutzung
- Belastungsintensität
- gewünschte Anfangsentwicklung
- langfristige Narben- und Bestandsentwicklung
- vorgesehene Schnitthöhe
- geplante Mähintervalle
- verfügbare Pflege- und Beregnungstechnik
- gewünschter Kräuter- oder Kleeanteil
Aussaat und Produktauswahl
- Neuansaat, Nachsaat oder Regeneration
- Gesamtfläche
- produktspezifische Ansaat- oder Nachsaatmenge
- Gebindegröße
- daraus resultierende Flächenleistung
- Vorgaben aus Leistungsverzeichnissen oder Ausschreibungen
- geforderte RSM-Zuordnung
Eine pauschale Empfehlung für alle Trockenlagen ist nicht möglich. Die passende Saatgutmischung ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Standort, Nutzung und einem langfristig realisierbaren Pflegekonzept.
Neuansaat, Nachsaat und Regeneration richtig planen
Bei einer Neuansaat wird eine vorbereitete Fläche vollständig neu eingesät.
Eine Nachsaat ergänzt einen vorhandenen Bestand, ohne die bestehende Grasnarbe vollständig zu entfernen.
Eine Regeneration kann neben der Nachsaat weitere mechanische und pflegerische Maßnahmen umfassen.
Boden und Bestand vor der Aussaat prüfen
Vor jeder Ansaat sollten Sie den Boden und bei bestehenden Flächen auch den vorhandenen Rasenbestand prüfen.
Verdichtungen, Unebenheiten und ungeeignete Bodenstrukturen können die Wurzelentwicklung und die Wasserversorgung beeinträchtigen. Ohne geeigneten Bodenraum können auch tief wurzelnde und trockenheitsverträgliche Gräser ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen.
Bei einer Neuansaat ist ein feinkrümeliges und ebenes Saatbett erforderlich. Bei einer Nachsaat muss das Saatgut ausreichenden Kontakt zum Boden erhalten.
Saatgutmenge produktspezifisch bestimmen
Bringen Sie das Rasensaatgut gleichmäßig und mit der in der jeweiligen Produktbeschreibung angegebenen Ansaat- oder Nachsaatmenge aus.
Eine pauschale Saatgutmenge für die gesamte Kategorie wäre nicht sachgerecht. Mischungen, Artenzusammensetzung, Einsatzbereiche und Anwendungsarten können sich deutlich unterscheiden.
Auch bei Mischungen mit tetraploiden Rasengräsern ist die produktspezifische Ansaatmenge zu beachten. Maßgeblich sind immer die Angaben zur jeweiligen Mischung.
Keimung und Etablierung absichern
Während der Keim- und Etablierungsphase muss die Fläche ausreichend und möglichst gleichmäßig feucht gehalten werden.
Auch trockenheitsverträgliche Gräser benötigen in dieser Entwicklungsphase Wasser. Trocknet das Saatbett während der Keimung wiederholt aus, kann dies zu einer verzögerten oder ungleichmäßigen Bestandsentwicklung führen.
Nach dem Auflaufen müssen folgende Maßnahmen an die jeweilige Mischung und den Entwicklungsstand angepasst werden:
- Zeitpunkt des ersten Schnitts
- Schnitthöhe
- weitere Nährstoffversorgung
- Beregnung
- Beginn und Intensität der Nutzung
Professionelle Grünflächen wirtschaftlich planen
Bei der wirtschaftlichen Bewertung einer Saatgutmischung sollte nicht ausschließlich der Preis des Gebindes betrachtet werden.
Eine Mischung muss zum Standort und zur späteren Nutzung passen, damit Pflege, Beregnung und Regeneration langfristig planbar bleiben.
Zu den wirtschaftlich relevanten Faktoren gehören:
- Größe der Fläche
- benötigte Saatgutmenge
- Bewässerungsaufwand
- Anzahl der erforderlichen Pflegegänge
- geplante Nutzungsdauer
- möglicher späterer Nachsaatbedarf
- vorhandene Pflege- und Beregnungstechnik
- verfügbare personelle Kapazitäten
Eine nicht standortgerechte Mischung kann zusätzliche Pflege- oder Regenerationsmaßnahmen erforderlich machen. Konkrete Einsparungen lassen sich daraus jedoch nicht pauschal ableiten.
Wir empfehlen deshalb, die Saatgutkosten und den voraussichtlichen Pflegeaufwand über den gesamten vorgesehenen Nutzungszeitraum gemeinsam zu betrachten.
Trockenheitsverträgliche Rasenmischungen bei JULIWA-HESA auswählen
In unserem B2B-Shop finden Sie unterschiedliche Rasen- und Begrünungsmischungen für professionelle Anwendungen.
Die jeweiligen Produktseiten enthalten weiterführende Angaben zu:
- vorgesehenem Einsatzbereich
- Arten- und Mischungszusammensetzung
- Ansaat- oder Nachsaatmenge
- verfügbaren Gebindegrößen
- Flächenleistung
- RSM-Zuordnung, sofern vorhanden
Vergleichen Sie die Mischungen anhand der tatsächlichen Projektbedingungen und nicht allein anhand der Bezeichnung „trockenheitsverträglich“.
Prüfen Sie insbesondere:
- Ist die Mischung für eine Neuansaat, Nachsaat oder Regeneration vorgesehen?
- Passt sie zur geplanten Nutzung und Belastungsintensität?
- Entspricht sie den Standort- und Bodenbedingungen?
- Lässt sich der erforderliche Pflege- und Beregnungsaufwand langfristig umsetzen?
- Sind besondere Gräserarten oder tetraploide Rasengräser enthalten, und welche Funktion übernehmen sie innerhalb der Mischung?
Wählen Sie Ihr trockenheitsverträgliches Rasensaatgut passend zu Standort, Nutzung und Pflegekonzept aus. Auf den jeweiligen Produktseiten können Sie Ansaatmenge, Gebindegröße und weitere produktspezifische Angaben prüfen.
Trockenheitsverträgliches Rasensaatgut nach Einsatzbereich:
- Gebrauchsrasen: G 221 und G 222
- Landschaftsrasen: L 721 und L 722 mit Kräutern
- Regeneration und Nachsaat: 2305 Regeneration trockenheitsverträglich und 3201 Regenerationsrasen Top Robust
- Stark beanspruchte Flächen: 3103 RUSTICA und 5101 Super-Strap-Rasen Robust
- Kräuter und Klee: G 240 Gebrauchs-/Kräuterrasen und 2303 Gebrauchsrasen Microclover®
- Dachbegrünung: D 610 Extensive Dachbegrünung und 6101 Dachgartenrasen mit Kräutern
Bei Fragen zur Mischungswahl beraten wir Sie gerne fachlich zu Ihrem Projekt.